Performance „Zwielicht“       

           

Einblicke XII-Tanzfestival, Unternehmen Mitte, Basel Ch 1999

Hochschulrundgang, Eröffnungsperformance 2000

   

künstlerische  Leitung:    Prof. Ulrike Rosenbach

    

      

       

2 Stühle - 1 Cello - Spot Licht


Ein Gang, mindestens 20 m lang, ist mit einem schwachen Spot beleuchtet. Das bläuliche Licht bündelt sich hinter der Musikerin am Ende des Ganges. Ich sitze auf einem Stuhl direkt bei der Lichtquelle. Der Schauspieler steht etwas hinter mir, dicht am Publikum. Als             der erste Ton des Cellos ertönt, mischt sich der Text leise und fast wie unter Schock gesprochen darunter. Ich beginn mich, abwechselnd vom einem zum anderen Stuhl, auf die Musikerin zubewegen. Der Text begleitet mich. Die Musikerin improvisiert mit dem Cello das was sie von mir wahrnimmt und hört. Während der Performance wiederholen sich der Text, Klang und Bewegung. Ich musiziere, tanze und kämpfe mit den Stühlen, bis wir zusammen am Ende bei der Musikerin ankommen. In der letzten Bewegung verharrend, warten wir bis das Cello das Geschehende nochmals improvisiert und beendet.



       Dauer ca. 20 min

       


Text / geschrieben von Maria Kowalski / 2000


manchmal bin ich einsam

                                    und will viel


wenn man mich fragt

                    wer bist du?




dann kann ich nur ahnen ....





vielleicht bin ich

           die Schlange


die das laufen verlernt hat




ich vereinige den Tag und die Nacht

                ich bin das Zwielicht


die Entscheidung



Ich gehöre weder zu dem Morgen

            noch zu den Sternen


Ich bin das Nichtfassbare

                Im Zwielicht gefangen

                gefeiert


verführerisch einsam




Vielleicht bin ich die Schlange

              

         die das laufen wieder lernt ...